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Zur Geschichte unserer Kirchengemeinde
 
 
 
1516         Bartholomäus Bernhardi aus Schlins promoviert bei Martin Luther und stellt
                in seiner Arbeit schon wesentliche reformatorische Aspekte dar.
 
um 1520   wird in Feldkirch evangelisch gepredigt (Jeremias Lins, Hieronymus Pappus).
               Die "neue" alte Botschaft des Evangeliums findet in der Bevölkerung dankbaren
               Zuspruch. Jedoch nicht bei der Regierung. Die beiden in Bludenz evangelisch
               predigenden Pfarrer Luzius Matt und Thomas Gasser werden von der Regierung
               zwar zunächst gefangengesetzt, jedoch von der Bürgerschaft wieder aus dem
               Gefängnis befreit.
 
               Theologen, Nonnen, aber auch "Laien" werden um ihres Glaubens willen aus
               Feldkirch vertrieben und wirken in anderen Gebieten - hauptsächlich in
               Deutschland - weiter für die Reformation (so Jodok Mörlin in Wittenberg, der
               Feldkircher Pirmin Gasser Stadtarzt in Lindau).
 
               Als Zwangsmaßnahme wird  ein Beichtspiegel verfasst: Jeder, der zu Ostern
               nicht bei der (Pflicht-)Beichte war, wird befragt und muß bei mangelnder
               Rechtfertigung die Stadt verlassen. Eine größere Zahl von Bürgern verlässt
               lieber das Land, als die religiöse Überzeugung aufzugeben. So auch Hanns
               Salzmann, ein Feldkircher Bürger, der zu Protokoll gibt, er gehe dann zur
               Beichte, wenn sein Herz danach verlangt, nicht weil es äußere Pflicht sei; er
               wolle Feldkirch verlassen und dennoch als ein guter Feldkircher sterben.
 
1521        B. Bernhardi heiratet als einer der ersten Priester und erklärt dies auch in
               seinem Büchlein: "Daß die Priester Eheweiber nehmen sollen".
 
Anfang des 19. Jahrhundes muß eine Frau aus Glaubensgründen die Stadt Feldkirch
               verlassen. Sie geht nach Deutschland und wir dort die Großmutter von Otto
               von Bismarck.
 
ab 1862    finden im Gasthof "Ochsen"  Gottesdienste im Hinterzimmer statt  Die Wirtin
               war evangelisch.
1864        in der der Wichnergasse wird eine Kirche und ein Friedhof errichtet. Dies war
               nur unter großen Widerständen möglich. Eine Delegation aus Altenstadt fuhr
               zur Verhinderung dieses Baues vergeblich zum Kaiser nach Wien.
 
1876        Feldkirch (mit Bludenz) wird "Filialgemeinde" von Bregenz
 
5.5. 1908  Feldkirch wird selbständige Pfarrgemeinde
 
1910        Fertigstellung des 1909 in Angriff genommenen Baus eines evangelischen
              "Pfarr- und Gemeindehauses" am Hang des Ardetzenberges.
 
1962 am 16.9. erfolgt die Grundsteinlegung einer neuen evangelischen Kirche in der
               Bergmanngasse. (Nach langen, zähen und schwierigen Verhandlungen ist es
               Kurator Josef Kielwein doch gelungen, einen Bauplatz unmittelbar an der
               Reichsstrasse zu erwerben.
 
1965        Einweihung der neuen Pauluskirche
 
               die Tochtergemeinde Bludenz wird eigene Pfarrgemeinde
 
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