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Reise nach Taizé
Alles begann am Morgen des 5. Mai, als sich eine Gruppe von 10 Konfirmanden, Pfarrer Jürgen Schäfer und seine 2 Begleiter bei der Paulus Kirche in Feldkirch trafen. Bei strömendem Regen und eisigen Temperaturen ging die Fahrt in Richtung Frankreich los. Nach ca. 9h Fahrt erreichten wir am späteren Nachmittag den kleinen Ort Taizé. Wir wurden sofort von 2 Frauen begrüßt, die schon mehrere Male in Taizé waren. Sie erklärten uns anschließend die Verhaltensregeln und die Programmpunkte in Taizé.
Kurze Zeit später wurde uns der Zeltplatz zugeteilt. Da an diesem Donnerstag Christi Himmelfahrt war, war am Abend ein Gebet (bei dem, wie bei jedem Gebet in Taizé, Anwesenheitspflicht galt). Nach dem Abendgebet waren wir alle so erschöpft, dass wir gleich ins Bett gingen und einschliefen.
Kurze Beschreibung der Taizé-Gebete: Sie sind ökumenisch gestaltet. Da Menschen aus allen Teilen Europas anwesend sind, werden Lieder auf Französisch, Deutsch, Englisch, Italienisch und Niederländisch gesungen. Die Gebete selbst werden in französischer Sprache gehalten.
Am nächsten Morgen, also am Freitag den 6. Mai mussten wir schon um 7:30 aufstehen, um einen guten Platz in der Kirche zu finden, denn zu dieser Zeit befanden sich ca. 5000 Jugendliche in Taizé. Wie schon auf dem Bild oben zu sehen ist, begann das Morgengebet um 8:15 und dauerte ca. 40 - 50 Minuten. Anschließend gab es Frühstück. Während alle Jugendlichen in der Kirche versammelt waren und miteinander beteten, gingen kleine Gruppen von Taizé-Mitarbeitern auf dem Campingplatz herum und schauten, ob sich jemand vom Gebet fernhielt, denn man darf nur durch Krankheit dabei fehlen. Nach dem Frühstück, also gegen ca. 10 Uhr gab es immer Gruppentreffen. Da wir eine neue Gruppe waren, wurden wir von den anderen begrüßt und sofort eingeteilt. Wir kamen zu einer schwedischen Gruppe. Das Ziel war es, ein vorgegebenes Thema zu bearbeiten, was wir auch bis zum Mittagsgebet machten.
Nach dem Mittagessen hatten wir bis ca. 15:30 etwas Zeit für uns. Wir erkundeten die Gegend und entdeckten dabei, dass es in Taizé eine Quelle gab. Da aber das Wetter nicht ganz mitspielte, beschlossen wir, wieder zurück zu den Zelten zu gehen. Um 15:30 haben wir uns wieder mit unserer schwedischen Gruppe getroffen und über unser Thema (Gewalt) gesprochen. Danach hatten wir wieder bis zum Abendgebet Zeit für uns. Jeden Abend fand in einem großen Zelt: gemeinsames Singen, Musizieren und Tanzen statt. Da das der einzige trockene und warme Ort neben der Kirche war, gingen wir immer da hin. Hier lernten wir einige neue Jugendliche aus Frankreich, Spanien und Portugal kennen. Mit diesen verbrachten wir dann bis zum Ende unserer Reise fast jeden Abend.
Der folgende Tag, also Samstag, hatte ungefähr denselben Programmablauf.
Am Sonntagmorgen war das erste Mal, seit unserer Ankunft in Taizé, schönes Wetter mit angenehmen Temperaturen. Doch wir waren alle schon in Aufbruchsstimmung. Schnell hatten wir die Zelte abgebaut und uns von unseren neuen Freunden verabschiedet. Am Sonntagnachmittag kamen wir dann wieder in Vorarlberg an.
Trotz schlechtem Wetter war die Reise nach Taizé ein eindrückliches Erlebnis und ich werde mich sicher noch lange daran erinnern. Einen großen Dank an Pfarrer Jürgen Schäfer für die perfekte Organisation.
v.l.n.r. Christian, Regula, Achim, Anna, Nadia, Sonja, Birgit, Claudia
vorne ?, Urs, Christoph, Kurt
28.1.2006 Kurt
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